Mitarbeitermarketing

Marketing muss als „Denken vom Markt her“ verstanden werden und die Bedürfnisse der Nachfrager der Unternehmensführung stehen im Zentrum. In den letzten Jahren erweiterte sich diese dominant kundenorientierte Sicht mehr und mehr zugunsten einer breiten, auch die sonstigen Anspruchsgruppen wie Mitarbeiter, Anteilseigner, Staat und Umwelt einbeziehenden Betrachtungsweise.“ (Bruhn, Manfred: Marketing. Grundlagen für Studium und Praxis. Wiesbaden, Gabler, 2010., S 13)

Erfolgreiches Mitarbeitermarketing

Gute Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig ans Unternehmen zu binden ist für Inhaber und Leitungskräfte zu einer Daueraufgabe geworden, die viel Zeit und Energien bindet. Dabei rücken neue Strategien ins Blickfeld der Arbeitgeber: Gestaltung gesunder und risikoarmer Arbeitsplätze, betriebliches Gesundheitsmanagement, Strategien zur besseren Einbindung älterer Arbeitnehmer werden zunehmend gefragt.

Neben technischen und organisatorischen Maßnahmen stehen verhaltensbasierte Ansätze im Vordergrund!

Menschen müssen zu sicherheitsgerechtem Verhalten angestupst werden! Weil sie dazu neigen, die vermeintlich einfache und bequemste Lösung für sich zu wählen. Nicht die beste oder gesündeste. Denn gefällte Entscheidungen und deren Konsequenzen liegen zeitlich oft weit auseinander, wie sich wiederum gut an Beispielen belegen lässt.

Die Kunst liegt darin, die Mitarbeiter darin zu unterstützen, sich freiwillig sicherheitsgerecht zu verhalten! 

Anwendung der „Nudging-Methode“

Das englische Wort „nudge“ bedeutet anstupsen. Die danach benannte Nudging-Methode lenkt Menschen fast automatisch – mit einfachen Hilfen – zum erwünschten Handeln. Menschliches Verhalten wird damit vorhersagbar beeinflusst. Auch im Betrieb lässt sich schnelles, effizientes und dennoch instinktiv sicheres und gesundes Verhalten durch Anstupsen erreichen.

78 Prozent von Befragten einer repräsentativen Studie geben an, dass Arbeitsschutz eine große oder sehr große Rolle in ihrem Betrieb spiele. 71 Prozent sind der Meinung, dass sich ihre Vorgesetzten stark oder sehr stark für den Arbeitsschutz einsetzten. Trotzdem wünschen sich 65 Prozent der Befragten, dass Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in ihrem Betrieb verbessert werden.

Arbeit sicher und gesund gestalten – das lässt sich nur erreichen, wenn es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich ist, auf Risiken zu achten und Potenziale für die Gesundheit zu erkennen.

Es gibt einen grundlegenden Sinneswandel. Vor allem die Anforderungen und Einstellungen gegenüber dem Arbeitsleben haben sich bei den jungen Menschen geändert. Aus fordernden Ansprüchen an neue Mitarbeiter vonseiten der (potenziellen) Arbeitgeber wird immer stärker ein Werben um die guten, qualifizierten Arbeitskräfte von morgen – aber auch beim vorhandenen Mitarbeiterbestand!

Ein Sicherheitstag allein macht noch keine Vision ZERO!

Bekanntlich verpuffen einmalige Aktionen relativ schnell – also bedenken Sie Wiederholungsaktionen!